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Thiaziddiuretika gegen Bluthochdruck

Bei einem deutlich erhöhten Blutdruck (Bluthochdruck) müssen oftmals Medikamente wie ein Thiaziddiuretika eingenommen werden.

Im Folgenden soll auf das Thiaziddiuretikum (was übrigens nicht nur bei Bluthochdruck verordnet wird) näher eingegangen werden.

Definition des Präperats Thiaziddiuretikum im Einsatz gegen Hypertonie

Ein Thiaziddiuretikum ist ein harntreibendes Medikament und gehört zur Gruppe der Diuretika.

Durch ein Thiaziddiuretika wird die Resorption von Natrium und Chlorid in der Niere sofort gehemmt, was dann in der Folge den Blutdruck senkt. Das Chlorothiazid, welches eines der ersten entwickelten Diuretika ist und weitere Stoffe, die jedoch alle auf der gleichen Art und Weise wirken, wurde weiterentwickelt und somit entstanden die Thiaziddiuretika.

Thiazide hemmen den Natrium-und Chlorid-Cotransport an der luminalen Membran der Tubuszellen. Wenn Thiaziddiuretika in einer höheren Dosierung eingenommen wird, hemmt es zusätzlich die Carboanhydrase.

Auf diese Weise werden durch die Thiaziddiuretika vermehrt Natrium ausgeschieden, die Diurese wird gesteigert, und über indirekte Wirkungen wird der Blutdruck gesenkt.

Zudem wird durch ein Thiaziddiuretika die Ausscheidung von Calcium über den Harn auf einen indirekten Effekt gesenkt, was den Blutdruck weiterhin senkt.


Thiaziddiuretika gegen Hypertonie einsetzen

Thiaziddiuretika wird bei Hypertonie oft verschrieben
Bei Bluthochdruck helfen Thiaziddiuretika

Ursprünglich wurden Thiaziddiuretika zur Behandlung von Ödemen entwickelt. Doch relativ schnell wurde auch die Wirksamkeit von Thiaziddiuretika gegen Hypertonie (= erhöhter Blutdruck bzw. Bluthochdruck) entdeckt. Im Jahr 1955 wurden Thiaziddiuretika sie von den Forschern MSD Sharp und Dohme synthetisiert, 1957 wurden Thiaziddiuretika dann auf dem Markt eingeführt, und im Jahre 1975 bekamen die beiden Entwickler dafür eine Auszeichnung.

Bei welchen Erkrankungen werden Thiaziddiuretika überhaupt eingesetzt?

Thiaziddiuretika haben eine breites Anwendungsspektrum: Sie werden nicht nur bei einer Hypertonie (essentielle arterielle Hypertonie) eingesetzt, sondern zum Beispiel auch bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) in der chronischen Form oder bei einer Hyperkalziurie.

Eine weitere Möglichkeit, die zum Verwenden von Thiaziddiuretika führt, ist die Behandlung von Diabetes insipidus, welcher von der Niere verursacht ist. Teilweise werden Thiaziddiuretika auch am Anfang einer Therapie zur Reduzierung bestehender Ödeme bei einer chronisch venösen Insuffizienz eingesetzt. Oft treten diese Krankheiten übrigens zusammen mit Bluthochdruck auf.






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Thiaziddiuretika bei Bluthochdruck

Oft werden zur Ergänzung der Behandlung mit Thiaziddiuretika auch Kombinationsmittel, wie beispielsweise Betablocker (vor allem bei einem erhöhten Blutdruck), ACE-Hemmer oder auch Schleifendiuretika verschrieben.

Wie werden Thiaziddiuretika bei Bluthochdruck verabreicht?

Thiaziddiuretika können in Tablettenform, also oral, eingenommen werden. Auf diese Weise werden sie relativ schnell im Verdauungstrakt absorbiert, und können so schnell den Blutdruck senken.

Chlorothiazide können auch als Infusion, also parenteral, verabreicht werden.

Nebenwirkungen der Thiaziddiuretika im Einsatz gegen zu hohen Blutdruck

In der Regel sind Thiaziddiuretika (gegen Bluthochdruck bzw. Hypertonie) gut zu vertragen.

Gelegentlich kommt es bei der Einnahme von Thiaziddiuretika aber zu Übelkeiten, Erbrechen und Magenbeschwerden.

Des Weitern kann eine Hypokalimie (= Kaliummangel beziehungsweise Kaliumdefizit), eine Retention von Harnsäure (H. wird also zurückgehalten) , eine Verminderung der Glucosetoleranz und/oder eine Erhöhung des LDL-Cholesterins (meistens nur am Anfang der Behandlung) durch Thiaziddiuretika hervorgerufen werden.





Nebenwirkungen von Thiaziddiuretika bei Hypertonie

Thiaziddiuretika bringt Hilfe bei zu hohem Blutdruck
Thiaziddiuretika im Einsatz gegen Bluthochdruck

Selten kommt es durch die Einnahme von Thiaziddiuretika zu folgenden Beschwerden: eine Hyponaträmie (Zustand eines relativen Wasserexzesses) und/oder eine Hypomagnesiämie (Magnesiummangel).

Sehr selten treten folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bei Thiaziddiuretika im Einsatz gegen Hypertonie auf: Agranulozytose (Verminderung der Granulozyten= Untergruppe der Leukozyten= weiße Blutkörperchen) und das Auftreten eines Hyperparathyreoidismus (Funktionsstörung der Nebenschilddrüsen).

Wichtig bei der Einnahme von Thiaziddiuretika ist es, regelmäßige Blutbildkontrollen und Messungen  durchzuführen.

Was sind die Gegenanzeigen von Thiaziddiuretika bei zu hohem Blutdruck?

Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion dürfen Thiaziddiuretika nicht angewandt werden. Denn hierdurch wird die Leistung der Niere weiter beeinträchtigt.

Ausgenommen wird hier bei der Anwendung von Thiaziddiuretika gegen die Hypertonie das Thiazidanalogon Xipamid, das bei einer höhergradig eingeschränkten Nierenfunktion verschrieben werden kann.



Natürliche Diuretika und entwässernde Mittel

Bei den Diuretika (entwässernde Mittel) im Einsatz gegen zu hohen Blutdruck unterscheiden wir zwischen natürlichen Mitteln und Medikamenten.

Die natürlichen Mittel sind auf unserem Gesundheitsportal mit dem Schwerpunkt Bluthochdruck bereits in der Rubrik Heilmittel aufgelistet. Die stark entwässernden Heilmittel (diuretische Wirkungsweise) werden hier der Vollständigkeit halber nochmals als natürliche Diuretika alphabetisch gelistet:

Natürliche Diuretika:

- Birkenblätter

- Brennessel

- Goldrute

- Hauhechel

- Löwenzahn

- Orthosiphonblätter

- Tausengüldenkraut

Medikamente:

- Amilorid

- Bendroflumethiazid

- Chlortalidon

- Eplerenon

- Furosemid

- Hydrochlorothiazid

- Indapamid

- Piretanid

- Spironolacton

- Thiaziddiuretika

- Torasemid

- Triamteren

- Valsartan

- Xipamid



Welche Arten von Medikamenten bei Bluthochdruck?

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1. Kalziumkanalblocker
2. Angiotensin-Antagonisten
3. Beta-Blocker
4. Diuretika (Wassertabletten)
5. ACE-Hemmer
6. Renin-Hemmer


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Über den Autor: Rainer Deyhle