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Bluthochdruck – Aldosteron-Antagonisten (Reninhemmer)

Bei Aldosteron handelt es sich um ein Hormon zur Regulierung des Blutdrucks.

Aldosteron werden auch als „Salzhormon“ bezeichnet, weil es den Natrium- und Kaliumhaushalt beeinflusst. Das Hormon nimmt also Einfluss auf den Flüssigkeitshaushalt, und somit auch auf den Blutdruck.

In der Niere wird Natrium zurückgehalten und mit dem Urin wird Kalium ausgeschieden. Ein “Aldosteron-Antagonist”, etwa Spironolacton oder Eplerenon, wird zum Beispiel Patienten mit einer Hypertonie/einem erhöhten Blutdruck verabreicht.

Bei welchen Erkrankungen wird der Aldosteron-Antagonist (Reninhemmer) verschrieben?

Bei Bluthochdruck/Hypertonie sowie bei Wasseransammlungen, aber auch bei Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen wird der Aldosteron-Antagonist mit seinen Eigenschaften als Reninhemmer genutzt.

Was genau ist ein Aldosteron-Antagonist oder Reninhemmer?

Es handelt sich bei Renin um einen in der Nebenniere produzierten Baustein des Mineralstoffwechsels. Ein Reninhemmer bewirkt die erhöhte Zurückhaltung von Natrium in der Niere sowie die vermehrte Ausscheidung von Kalium, senkt so den Blutdruck.

Durch das Ansteigen des Flüssigkeitsvolumens in den Gefäßen steigt der Blutdruck an, ein Reninhemmer wirkt also dagegen an.

Renninhemmer gegen Bluthochdruck

Renin-Hemmer werden bei Bluthochdruck verschrieben

Die Niere schüttet zuerst Renin aus wodurch in der Folge das Hormon Angiotensin gebildet wird. Dieses Hormon wiederum regt die Bildung von Aldosteron in der Nebenniere an. Deswegen wird in Fachkreisen auch vom so genannten „Renin-Angiotensin-Aldosteron-System“ gesprochen. Wer an Bluthochdruck leidet bekommt häufig Antihypertensiva bzw. Antihypertonika. Diese Mittel sind in der Lage in dieses System einzugreifen.

Welcher Blutdruck gilt als normal und wann werden Reninhemmer eingesetzt?

Dass sich der Aldosteronwert im Blutserum schnell und auch ständig verändert ist völlig normal. Bereits zwischen der Liegend- und Sitzendmessung bestehen beim Blutdruck bereits Unterschiede. Der Grund liegt in einer anderen Verteilung von Blutvolumen und Blutdruck.

Der Abbau von Aldosteron erfolgt übrigens in der Leber und die Ausscheidung erfolgt mit dem Harn.

Aufgrund der Kurzlebigkeit ist nach ca. 30 Minuten ca. die Hälfte des Aldosteron bereits wieder abgebaut. Dieser Zeitpunkt wird auch Halbwertzeit genannt. Auch der Salzgehalt des Essens kann Einfluss auf die Konzentration im Serum nehmen, und den Blutdruck beeinflussen.

Die Reninhemmer bei Bluthochdruck

Zur Vorsicht werden unter Berücksichtigung dieser Faktoren auch nicht nur die Serumwerte, sondern auch die sich innerhalb von 24 Stunden im Urin ansammelnde Aldosteronmenge gemessen.

Dadurch erhält man einen Tagesmittelwert, und kurzfristige Tagesschwankungen können ausgeglichen werden.

Die Aldosteronkonzentration kann auch in Bezug zur Reninkonzentration gesetzt werden. Das dabei erzielte Ergebnis wird als „Aldosteron-Renin-Quotient“ bezeichnet.

Dadurch kann der behandelnde Arzt Hinweise auf eine eventuell bestehende Funktionsstörung der Nebennierenrinde erhalten.

Wann und bei welchen Formen steigt der Blutdruck und wann kommen Reninhemmer ins Spiel?

An erster Stelle wird der Hyperaldosteronismus genannt. Bei der primären Form, die auch Conn-Syndrom genannt wird, produziert die Nebenniere zu viel Aldosteron und der Blutdruck steigt. Der Quotient liegt bei über 50.

Bei der sekundären Form befindet sich die Störung häufig außerhalb der Nebenniere. In der Hypophyse/Hirnanhangdrüse wird zu viel adrenocorticotropes Hormon (CTH) produziert.

Dieses wiederum regt die Nebenniere zur Bildung von Aldosteron an.

Da aber auch zunehmend Renin gebildet wird findet sich ein normaler Aldosteron-Renin-Quotient von maximal 50. Jetzt können Reninhemmer helfen den Blutdruck zu senken.

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Bluthochdruck muss nicht sein – Reninhemmer

Eine bestehende Hypertonie (Bluthochdruck), erhöhte Natriumwerte und heruntergesetzte Kaliumwerte sind Anzeichen für eine erhöhte Aldosteronproduktion.

Wann ist der Wert zu niedrig

Wenn die Nebenniere zu wenig Aldosteron produziert sind die Werte im Blut und im Urin herabgesetzt. Wenn die Nebenniere aus den unterschiedlichsten Gründen heraus nicht mehr richtig funktioniert kann dies passieren. In solch einem Fall ist die Rede von einem „Hypoaldosteronismus“.

Von einer „primären Niereninsuffizienz“ wird bei einem Defekt direkt in der Nebenniere gesprochen. Diese Erkrankung wird auch „Morbus Addison“ genannt.

Liegt eine zu geringe Aldosteronproduktion vor weil die Hirnanhangdrüse zu wenig ACTH bildet ist die Rede von einer „sekundären Niereninsuffizienz“.

Anmerkung

Die Referenz- und auch die ermittelten Werte können von Labor zu Labor unterschiedlich sein. Auch je nach Tages- und Jahreszeit kann es zu Schwankungen kommen. Einzelne Laborwerte aber besitzen auch nicht genug Aussagekraft. Deswegen empfiehlt sich deren Vergleich im Zusammenhang aber auch im zeitlichen Verlauf.

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Über den Autor: Bill Mugeni

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