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Bendroflumethiazid – das Diuretikum bei Bluthochdruck

Das Diuretikum Bendroflumethiazid bei Hypertonie
Bendroflumethiazid und seine Wirkung auf den Blutdruck

Bendroflumethiazid gehört zu den Thiazid-Diuretika, einer Gruppe der Entwässerungsmittel. Es findet sowohl Anwendung bei der Behandlung der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) als auch bei der Herzinsuffizienz (Herzschwäche), die zu Ödemen (Wassereinlagerungen) führen kann.

Durch Verminderung des Wasseranteils im Körper verringert sich das Blutvolumen, in dessen Folge der Blutdruck gesenkt und das Herz entlastet wird.

Nach der oralen Einnahme des Medikaments Bendroflumethiazid ist es zu nahezu 100 % für den Körper als Wirkstoff verfügbar. Der Transport im Körper findet an Eiweiße gebunden über den Blutkreislauf statt.

Das Arzneimittel Bendroflumethiazid ist für Männer und Frauen mit hohem Blutdruck oder Herzschwäche mit Wassereinlagerungen geeignet.

Bei weiblichen Patienten darf keine Schwangerschaft vorliegen oder geplant sein, ebenso ist von der Anwendung in der Stillzeit abzusehen. In angepasster Dosierung können auch Kinder und Jugendliche mit Bendroflumethiazid behandelt werden.




Die Wirkung von Bendroflumethiazid bei Hypertonie

Bendroflumethiazid bei zu hohem Blutdruck
Mit dem Diuretika Bendroflumethiazid den Blutdruck senken

Bendroflumethiazid greift am distalen Tubulus der Niere an. Der distale Tubulus ist ein nachgeschalteter Teil des Nephrons, einer der filternden Einheiten der Nieren. Im Abschnitt des distalen Tubulus wird der Harn konzentriert, indem ihm Wasser, Natrium und Chlorid entzogen werden. 

Bendroflumethiazid hemmt einen Natrium-Chlorid-Kanal-Typ in besagtem Abschnitt und wirkt damit der Konzentrierung des Harns entgegen. Dem Natrium folgt aufgrund osmotischer Kräfte das Wasser nach. Dadurch dass die Rückresorption von Natrium gehemmt ist, verbleibt folglich das Wasser ebenfalls im Harn.

Da im Austausch gegen Natrium-Ionen der Harn üblicherweise mit Wasserstoff-Ionen angereichert wird, wird so auch die Ausscheidung von Wasserstoff-Ionen gehemmt.

Über die Konzentration dieser Ionen wird der pH-Wert des Blutes bestimmt. Reichern sich Wasserstoff-Ionen im Blut an, wird das Blut saurer, wodurch unter anderem die Funktion von Enzymen beeinträchtigt werden kann. Einen durch diesen Mechanismus verursachten sauren Blut-pH-Wert bezeichnet man als metabolische Azidose.

Studien zeigten, dass Bendroflumethiazid wirksam den Blutdruck senken und die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Herzinfarkten verringern konnte. In der Anwendung bei Ödemen aufgrund von Herzinsuffizienz sind Schleifendiuretika (zum Beispiel Furosemid) grundsätzlich effektiver, weshalb sie in akuten Notsituationen eingesetzt werden. Jedoch führen sie häufiger zu starkem Blutdruckabfall.

In der Therapie des Bluthochdrucks werden oft mehrere Medikamente mit unterschiedlicher Wirkung miteinander kombiniert. Derzeit ist es noch Gegenstand der Forschung, welche Kombination die besten Erfolge erzielt.



Einnahme und Dosierung von Bendroflumethiazid

Das Arzneimittel Bendroflumethiazid wird als Tablette oder Kapsel wahlweise zu den Mahlzeiten oder unabhängig von der Nahrungsaufnahme eingenommen. Um nächtlichen Harndrang zu vermeiden, sollte das Medikament nicht später als 8 Stunden vor der gewöhnlichen Schlafenszeit einzunehmen.

Wenn die Einnahme einmal vergessen wurde, sollte sie schnellstmöglich, maximal innerhalb von 10 Stunden, nachgeholt werden. Wird diese Zeitspanne überschritten, sollte die Dosis ausgelassen werden um eine Überdosierung von zu vermeiden.

Bendroflumethiazid ist als Mono- und Kombinationspräparat erhältlich. Übliche Dosierungen sind 2,5 und fünf Milligramm. Kombinationspräparate enthalten zusätzlich andere Entwässerungsmittel (zum Beispiel das kaliumsparende Diuretikum Amilorid) oder Blutdrucksenker (Propranolol).

Die Dosis zur Behandlung der Ödeme ist im Allgemeinen höher als die Dosis zur Senkung von Bluthochdruck.



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Nebenwirkungen des Diuretikums Bendroflumethiazid

Bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff von Bendroflumethiazid können Urtikaria (Nesselsucht) oder Ausschlag auftreten. Möglich ist weiterhin eine Dehydratation (übermäßiger Wasserverlust), die zu Blutdruckabfall und Kopfschmerzen führen kann. Weiterhin können Veränderungen der Blutsalze auftreten.

Kalium und Natrium sind im Zuge dessen verringert, Calcium erhöht. Eine Folge davon können Muskelkrämpfe sein. Des Weiteren ist das Risiko für eine metabolische Azidose (erniedrigter pH-Wert des Blutes) erhöht.

Verglichen mit der Anwendung von Amlodipin und Perindopril entwickelten Patienten unter Behandlung mit Bendroflumethiazid und Atenolol häufiger einen Diabetes mellitus. Bendroflumethiazid kann den Blutzuckerspiegel erhöhen und so die Entwicklung einer Zuckerstoffwechselstörung begünstigen.

Wenn versehentlich vom Patienten oder anderen eine Überdosis des Medikaments eingenommen wurde, sollte umgehend ein Arzt kontaktiert werden. Gleiches ist zu empfehlen bei starkem Schwindel, nach dem Auftreten allergischer Symptome oder bei sonstigen starken Beschwerden.



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Wechselwirkungen des Diuretikums Bendroflumethiazid

Der Konsum von Alkohol während der Behandlung mit Bendroflumethiazid sollte unterlassen werden. Er kann andernfalls zu einem starken Blutdruckabfall führen.

Ursache ist ein vermehrter Wasserverlust, da Alkohol und Diuretika harntreibend wirken.

Andere Medikamente können mit Bendroflumethiazid ebenfalls wechselwirken. Unter anderem kann die Wirkung von NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika wie beispielsweise Ibuprofen), Corticosteroiden (zum Beispiel Prednisolon), ACTH, Opioid-Analgetika (Schmerzmittel wie beispielsweise Morphin), Lithium und Herzglykosiden (Digoxin) verstärkt werden.

Die Wirkung oraler Antidiabetika (Metformin) kann vermindert sein.



Gegenanzeigen des Diuretikums Bendroflumethiazid

Der Einsatz von Bendroflumethiazid bei Schwangeren sollte vermieden werden. Gerade im dritten Trimenon kann eine neonatale Thrombozytopenie auftreten, dabei handelt es sich um eine Verminderung der Blutplättchen. Ebenso sollten stillende Frauen das Medikament nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch übertreten und so vom Säugling aufgenommen werden kann.

Bei bekannter Unverträglichkeit oder Überempfindlichkeit gegen Bendroflumethiazid oder gegen verwandte Stoffe (Sulfonamide, Sulfamethoxazole, Glyburide, Acetazolamide) sollte das Präparat nicht eingenommen werden. 

Ebenso ist ein akuter Harnverhalt (Unvermögen, zu urinieren) eine Gegenanzeige.

Weiterhin sollten Menschen mit bestimmten Störungen der Blutsalze (Elektrolytstörung), die durch Bendroflumethiazid verstärkt werden könnten, das Arzneimittel nicht einnehmen. Darunter fallen Hypokaliämie (niedriges Kalium), Hypomagnesiämie (niedriges Magnesium), Hyponatriämie (niedriges Natrium) und Hypercalcämie (hohes Calcium).

Zu weiteren relativen Gegenanzeigen gehören bestehende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Hyperlipidämie (hohe Blutfette) und Hyperurikämie (hohe Harnsäure-Werte im Blut).



Natürliche Diuretika und entwässernde Mittel

Bei den Diuretika (entwässernde Mittel) im Einsatz gegen zu hohen Blutdruck unterscheiden wir zwischen natürlichen Mitteln und Medikamenten.

Die natürlichen Mittel sind auf unserem Gesundheitsportal mit dem Schwerpunkt Bluthochdruck bereits in der Rubrik Heilmittel aufgelistet. Die stark entwässernden Heilmittel (diuretische Wirkungsweise) werden hier der Vollständigkeit halber nochmals als natürliche Diuretika alphabetisch gelistet:

Natürliche Diuretika:

- Birkenblätter

- Brennessel

- Goldrute

- Hauhechel

- Löwenzahn

- Orthosiphonblätter

- Tausengüldenkraut

Medikamente:

- Amilorid

- Bendroflumethiazid

- Chlortalidon

- Eplerenon

- Furosemid

- Hydrochlorothiazid

- Indapamid

- Piretanid

- Spironolacton

- Thiaziddiuretika

- Torasemid

- Triamteren

- Valsartan

- Xipamid


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Über den Autor: Rainer Deyhle