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Weißkittelhypertonie - Bluthochdruck auf Knopfdruck

Quelle: Euroclinix-Grafik

Obwohl die Blutdruckmessung in der Arztpraxis zur Standarduntersuchung gehört, stellt sie für einige Patienten eine Stresssituation dar, die Einfluss auf der ermittelten Werte nehmen kann.

Es zeigt sich hierbei häufig das Phänomen eines erhöhten Blutdrucks – jedoch ausschließlich bei Messung in der Arztpraxis. In diesem Fall ist von der sogenannten Weißkittelhypertonie die Rede.

Wer leidet unter der Weißkittel-hypertonie?

Unter dem Begriff Weißkittelhypertonie wird das Phänomen verstanden, bei dem die Blutdruckwerte des Patienten immer dann ansteigen, wenn dieser eine Arztpraxis betritt.

Die Weißkittelhypertonie wird erst dann diagnostiziert, wenn bestätigt wird, dass die Blutdruckwerte außerhalb einer 
Arztpraxis im Normalbereich liegen.

Dieses Phänomen tritt bei jedem fünften Patienten in Deutschland auf. 


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Studien zu plötzlichem Bluthochdruck in der Arztpraxis

Bei einer Untersuchung von 400 Teilnehmern an der Technischen Universität Dresden wurde festgestellt, dass sogar etwa 10 % der Bevölkerung an der Weißkittelhypertonie leiden. Bei den Betroffenen handele es sich meist um Menschen, die unbewusst an sozialen Ängsten leiden, einen großen Respekt vor Autoritäten und Unsicherheiten im sozialen Kontakt aufweisen.

Es konnte jedoch nicht ermittelt werden, ob soziale Ängste lediglich in der Arztpraxis für erhöhte Blutdruckwerte sorgen oder auch in anderen sozialen Situationen mit Autoritäten Einfluss auf den Blutdruck nehmen.

Zudem ist das Weißkittel-Syndrom in der älteren Bevölkerungsgruppe häufiger zu beobachten. Die  IDACO*-Studie untersuchte 16000 Patienten, bei denen der Prozentsatz älterer Patienten, die an Weißkittelhypertonie litten, höher lag als ausgangs angenommen. Dieser Befund wird durch die HYVET (Hypertension in the very elderly trial)-Studie bestätigt, die knapp 4000 über 80-jährigen Patienten untersuchte. Dabei wurde bei 50 % aller Teilnehmer eine Weißkittelhypertonie diagnostiziert.




Welche Faktoren bedingen den Blutdruckanstieg?

Obwohl Studien Hinweise darauf geben, dass bestimmte Faktoren, wie das Alter und soziale Ängste eine Rolle spielen, wurden die eigentlichen Ursachen der Weißkittelhypertonie bisher nicht zweifelsfrei ermittelt. So nehmen auch bestimmte Assoziationen, die mit einer Arztpraxis verbunden werden, Einfluss. Einige Patienten fühlen sich in einer Arztpraxis unwohl und erleben den charakteristischen Blutdruckanstieg, wohingegen andere die Umgebung als sicher empfinden und daher verminderte Werte aufweisen können.

Für die Weißkittelhypertonie zeigt sich dabei ein eindeutiges symptomatisches Bild. Mit betreten der Praxis steigt der Blutdruck in die Höhe und liegt über dem Normwert. Die erhöhten Werte zeigen sich demnach nicht nur, wenn der Arzt vor Ort ist bzw. die Messung durchgeführt wird. Zudem nimmt der
 Blutdruck nicht sofort ab, sondern bleibt selbst nach wiederholten Blutdruckmessungen 
innerhalb des Arztbesuches erhöht. Erst wenn die negativ assoziierte Umgebung verlassen wird, ist der Patient in der Lage sich zu entspannen und der Blutdruck sinkt auf Normwerte.




Wie kann das Weißkittelsyndrom diagnostiziert werden?

Besteht der Verdacht, dass die Blutdruckwerte ausschließlich in der Arztpraxis erhöht sind, ist es ratsam, eine 24-Stunden-Messung vom Arzt durchführen zu lassen oder mehrfache häusliche Blutdruckmessungen vorzunehmen. Wird dabei festgestellt, dass der Blutdruck außerhalb der Arztpraxis die Normwerte nicht übersteigt, kann in der Regel eine Hypertonie ausgeschlossen werden – es liegt das Weißkittelsyndrom vor. 

Der Definition nach gilt ein Patient als Hypertoniker, wenn der 24-Stunden-Mittelwert bei 130/80 mmHg (Tagesmittelwert: 135/85 mmHg, Nachtmittelwert: 120/70 mmHg) liegt.



Ist eine Behandlung der Weißkittelhypertonie notwendig?

In der Regel bedarf die Weißkittelhypertonie keiner antihypertensiven Behandlung. Es kann sich aus dem Syndrom jedoch in Folge eine chronische Hypertonie entwickeln, insbesondere wenn Risikofaktoren, wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder Nikotinkonsum, vorliegen. Daher sind eine regelmäßige Überwachung sowie eine gesunde Lebensweise geraten.

So zeigte eine italienische Studie, dass Patienten denen das Weißkittelsyndrom diagnostiziert wurde, nach zehn Jahren häufig eine manifestierte Hypertonie aufwiesen. Das Risiko im späteren Verlauf an Bluthochdruck zu erkranken sei unter solchen Patienten um etwa 50% erhöht. Eine andere italienische Studie stellte fest, dass die Weißkittelhypertoniker zu einer vergrößerten linken Herzkammer sowie dickeren Herzwänden führen kann.



Umgekehrte Symptomatik und die maskierte Hypertonie

Bei umgekehrter Symptomatik besteht wiederum das Risiko einer maskierten Hypertonie. Aufgrund der sicheren Umgebung der Praxis sinkt der Blutdruck bei solchen Patienten, wodurch ein Normwert bei der ärztlichen Messung ermittelt wird. Entsprechend wird durch die Einzelmessungen eine eigentlich bestehende Hypertonie verdeckt und nicht erkannt. Auch hier kann eine 24-Stunden-Messung und regelmäßige Überwachung Aufschluss geben. 

Um verzerrte Werte zu vermeiden, raten Psychotherapeuten dazu die vorliegende Angststörung zu behandeln. So könne, laut Experten, ein Entspannungstraining hilfreich sein. In vielen Fällen kann eine
Verhaltenstherapie den Betroffenen dabei helfen der Ursache für die Ängste auf den Grund zu gehen. Bei einer einfachen Angst vor dem Arzt, kann eine Angstübertragung von der Mutter auf das Kind vorliegen.

Liegen soziale Ängste vor, liegen die Auslöser meist tiefer.


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